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Krötenwanderung 2017

Verlauf der Wanderung:

Der März war zu Beginn relativ warm und regnerisch, wodurch ein früher Wanderbeginn bereits am 5.3. ausgelöst wurde. Der Zaun wurde gerade noch rechtzeitig fertig gestellt. Schon in der Monatsmitte (19.3.) erreichte die Wanderung ihren Höhepunkt mit einer Massenwanderung von über 200 Tieren in einer Nacht. Danach ließ die Zahl aber wieder nach. Es kam zu keiner weiteren Massenwanderung.  Die zweite Monatshälfte war von sehr warmen Tagestemperaturen bei trockenem Wetter geprägt. Die Wanderung verlief noch weiter bis Anfang April. Nach dem 4. April wurden keine Tiere mehr gefunden. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren lagen die Zahlen etwas über dem sehr niedrigen Niveau des Vorjahres. Die geringe Zahl der Überfahrenen bestätigt die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen.

Es wurden gezählt:                   670 Erdkröten

                                                    14 Grasfrösche

                                                      1 Feuersalamander

                                                      3 Bergmolche

                                                      5 Fadenmolche

Insgesamt 727 Tiere (siehe Vergleichstabelle)

 

 

 

 

Population:

Die Zahlen liegen nur leicht über dem Ergebnis des vergangenen Jahres. Sie bestätigen damit den beobachteten Rückgang der letzten 4 Jahre als tatsächliche Entwicklung und machen einen statistischen Zählfehler unwahrscheinlich.
Mögliche Ursachen wurden in der Vergangenheit bereits ausführlich diskutiert (nachzulesen in früheren Jahresberichten auf der Homepage des Nabu Wiesbaden), ohne dass eine plausible Erklärung gefunden wurde.
Zumindest scheint sich die Population jetzt auf niedrigem Niveau stabilisiert zu haben. Wenn es einen einmaligen Grund für den Rückgang gab (Krankheiten, Klimaereignisse), besteht Hoffnung, dass dies überstanden ist, und sich die Population neu aufbaut. Dieser Prozess kann sich über ein paar Jahre hinziehen, da die Jungtiere etwa 3 Jahre brauchen, bis sie selbst an der Laichwanderung teilnehmen.


Auch in diesem Jahr hatte es sich bewährt, dass der Zaun auf dem Teichgelände (Rückwanderseite) zu Beginn der Wanderung noch einmal freigeschnitten und neu gespannt wurde. Insgesamt zeigen nur 11 gemeldete Überfahrene eine gute Dichtigkeit des Zaunes. Besonders deutlich wird dies im Vergleich zum Jahr 2014 Jahren, wo 162 tote Tiere, vor allem Rückwanderer von der Teichseite, gemeldet wurden.
Daraus lässt sich schließen, dass auch auf dem Teichgelände der Zaun jedes Jahr erneuert werden muss. Alternativ wäre ein stabiler Dauerzaun, wobei auch dieser von überwachsenen Pflanzen freigeschnitten werden muss.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Pietsch


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